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Mitte Dezember, es ist nasskalt. Der Boden ist übersät mit ausgespuckten Kaugummis, überall liegen Zigarettenkippen rum. Alle 100 Meter hat ein Hund sein Geschäft mitten auf der Straße verrichtet.
Nein, wir befinden uns nicht in den Armenvierteln von Katmandu oder Berlin. Nach mehr als vier Wochen sind wir wieder auf dem Weg zur Arbeit mitten in Mainz. Allerdings machen einen diese vier Wochen Urlaub empfänglicher für die kleinen Dinge des Lebens, über die man normalerweise hinwegsieht. Den Urlaub verbrachten wir allerdings auch nicht in der Schweiz oder Singapur, wo das Verschmutzen des öffentlichen Straßenraums mit horrenden Strafen belegt wird (völlig zu Recht). Nein, wir kommen aus dem Südlichen Afrika. Und in allen Ländern, die wir dort bereist hatten, wurde das Motto „Keep your country clean“ also „Halte Dein Land sauber“ sehr genau beachtet. Deutschland, wo bist du gelandet?
Aber wie fing alles an? Nachdem uns im Jahr 2001 eine Reise mit dem Reiseunternehmen Rotel aus Tittling durch Südafrika begeistert hatte entschlossen wir uns, das ganze Südliche Afrika zu bereisen – also zusätzlich Namibia, Botswana und Simbabwe – wieder mit dem gleichen Reiseunternehmen.
Warum nur fährt man zwei Jahre hintereinander in ein fernes Land, wo es doch so viele andere interessante Reiseziele gibt?
Die Antwort habe ich in einem Reisebericht über Südafrika von Uta Tennigkeit gefunden: „Sind es die schneeweißen Giebel der Herrenhäuser, die wie Kissen zwischen sattgrünen Weinreben ruhen? Die violett schimmernden Berggipfel, die sich dahinter wie eine Filmkulisse erheben? Oder sind es die kulinarischen Köstlichkeiten, serviert nach Gutsherrenart, und die grandiosen Weine, nach deren Genuss der siebte Himmel zum Greifen nah erscheint? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur eines, ich habe mich verliebt: in das schönste Ende von Afrika. Ganz im Süden, gleich hinter Kapstadts Tafelberg beginnt das Reich der guten Weine, der schmucken Farmen, der feinen Landhotels und der quirligen Städtchen - ein Landstrich, dessen Einzigartigkeit in der Melange aus afrikanischer Lebenslust und europäischer Gediegenheit liegt. Wo die Sommer so heiß sind wie in der Toskana, die Häuser so hübsch, wie in Amsterdam, die Gärten so prächtig, wie in Cornwall und die Weine so kraftvoll wie in Bordeaux“.
Reisevorbereitungen:
Ein Urlaub mit Rotel ist nun mal nicht mit einem Urlaub in einem Hotel auf Mallorca zu vergleichen. Was einpacken, was zu Hause lassen? In dem sehr beschränkten Raum und der Maßgabe nur einen Koffer und eine kleine Tasche mitnehmen zu dürfen gewinnt diese Frage größere Bedeutung als sonst. Der wirklich gut gemachte Reisekatalog von Rotel gibt glücklicherweise sinnvolle Hinweise was unentbehrlich ist.
Für uns haben sich folgende Dinge als sehr praktisch erwiesen:
- Hemden und Jacken in einem Hängekleiderbeutel deponieren. Dieser wird über Nacht in das Vorzelt gehängt, tagsüber kann man den Sack in die Schlafkabine werfen.
- Eine ausreichende Anzahl von Kleiderbügeln.
- Hosengummis, mit diesen kann man auf der kleinen Ablage vor dem Bussitz Flaschen oder andere Dinge fixieren. Auch ein kleiner Korb, der hier angebracht werden kann, ist recht praktisch.
- Ein Pullover im Bus ist immer wichtig, wenn die Klimaanlage auf Hochtouren brummt und man geschwitzt von draußen kommt.
- Eine Thermoauflage (Sitzkissen) für die Sitzgarnituren, die zum Essen vor dem Bus aufgestellt werden. Man kann es nicht glauben, aber wir haben morgens mitten im südafrikanischen Sommer bitterlich gefroren.
- Ohropax ist, soweit man nicht schläft wie ein Murmeltier, für die Nachtruhe unentbehrlich.
- Klammern, Wäscheleine, evtl. Wandhaken mit Saugnäpfen, Einkaufsnetze oder Stoffbeutel, um an allen nur möglichen Stellen in der Kabine Sachen aufzuhängen um diese möglichst schnell im Zugriff zu haben.
- Da wir in malariagefährdetes Gebiet gefahren sind, war ein Moskitonetz obligatorisch. Allerdings hat sich das von Rotel empfohlene kleine Netz, was den Maßen der Kabine angepasst ist, als wenig sinnvoll erwiesen. Zunächst ist der Aufbau mehr als kompliziert und außerdem läuft man Gefahr sich in der kleinen Kabine regelrecht darin zu verheddern. Einfache Mückennetze, die man in jedem Baumarkt kaufen kann, zurechtgeschnitten und im Eingang der Kabine mit beidseitigem Klebeband befestigt, haben sich sehr bewährt und kosten auch nur einen Bruchteil der Rotel-Moskitonetze.
- Weiterhin war die Frage nach den Handtüchern wichtig, denn wo und wie sollten diese Teile tagsüber trocknen, wenn man unterwegs ist. Hier hatten sich Handtücher aus Goretex bewährt, die normalerweise auf Hochgebirgstouren Verwendung finden, schnell trocknen und hochsaugfähig sind (zu beziehen z.B. bei www.globetrotter.de ).
- Das gleiche gilt für die Kleidung. Natürlich reicht normale Baumwollkleidung aus. Aber man muss bedenken, dass man während der Reise nur selten Gelegenheit hat Wäsche zu waschen hat. Und wenn dies der Fall ist, dann ist die Zeit zum Trocknen meist sehr kurz. Kleidung aus den modernen Stoffen, die zudem noch feuchtigkeitstransportierend beim Tragen ist, zugegeben nicht billig, hat sich sehr bewährt.
- Körbchen für die Ablage im Bus.Zwei weiche Taschen, anstatt Hartschalenkoffer.
- Wäschetaschen für die Reisetaschen.
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