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Unterkunft
Man kann natürlich einige der wenigen Hotelanlagen mit allen Annehmlichkeiten buchen. Insbesondere der neue Hotelkomplex „Teneguia Princess“ ganz im Süden der Insel macht einen guten Eindruck und wurde uns schon mehrfach empfohlen (so von meinem Freund Klaus Kuhn aus Mainz, der hier schon zwei Urlaube total begeistert verbracht hat). Leider ist die Hotelanlage sehr weit abseits gelegen.
Allerdings bietet sich La Palma für einen selbst organisierten Urlaub an. Es gibt eine Unzahl schöner Ferienhäuser auch Fincas genannt, wo man abseits der herkömmlichen Touristenpfade wohnen und die Ursprünglichkeit der Insel und mit viel Lokalkollorit genießen kann.
So ist man ungebunden, kann ausschlafen und sich selbst verpflegen. Wir achten stets darauf, dass die Unterkunft Satelliten-Fernsehen, Backofen und Waschmaschine hat. Wichtig ist auch die Lage, da die Palmeros gerne mit Mopeds ohne Auspuff fahren, die einen infernalischen Lärm produzieren. Eine Unterkunft an einer stark befahrenen Straße ist da kein Vergnügen.
Bekannter Anbieter im Internet guter Unterkünfte sind Mathias und Ingrid Siebold unter www.lapalma.cc und die Internet-Plattform www.lapalma24.de.
Wir persönlich haben schon mehrere Male bei Familie Siebold Fincas gemietet und waren sehr zufrieden. Da klappt alles - von der Abholung vom Flughafen über Sonderwünsche wie Dachgepäckträger, Kindersitz bis hin zur höchstpersönlichen Betreuung vor Ort, die für einen La Palma-Neuling schon wichtig sein kann. Herr Siebold steht jederzeit zur Verfügung (Tipp: Finca Juan Y Pino, liegt in der Nähe von La Laguna auf der Westseite inmitten einer Ananas und Orangenplantage. Die palmerischen Vermieter sind total in Ordnung, die Lage der Fincas ist sensationell - die Ausstattung Klasse).
Bei einer Finca sollte man stets bedenken, dass es klimatisch schon sehr unterschiedlich sein kann, je nachdem wo man wohnt. Wir hatten im Februar 2006 eine Finca in Las Manchas gemietet in rund 500 Metern Höhe. Dort war es abends und nachts so kühl, dass Herr Siebold uns Heizgeräte ins Haus gestellt hatte. Leider hatte dies die Stromversorgung im Haus nicht so gut verkraftet und die Sicherungen sind und permanent he-rausgeflogen.
So bevorzugen wir es mittlerweile ein Appartement am Meer zu buchen. Speziell in Puerto Naos. Hier ist einer der sonnigsten Plätze von La Palma, es wird auch im Winter nicht selten 30 Grad warm, man hat einen sehr schönen Strand direkt vor der Nase und die Infrastruktur stimmt.
Preislich liegen die Fincas bzw. Appartements so zwischen 20 und 100 € pro Tag und Wohneinheit (je nach Ausstattung mit oder ohne Pool usw.).
Ein Geheimtipp ist sicherlich die kleine Ansiedlung El Remo in der Nähe von Puerto Naos. Hier lebt man unter Einheimischen, die in vielen „selbstgebauten“ Barracken das Wochenende verleben. Zwischen diesen, zeitweise etwas „asozial“ anmutenden Bauten gibt es allerdings einige recht interessante Objekte, wo man in aller Ruhe herrliche Urlaubstage direkt am Meer auf den Magma-Klippen eines frühen Vulkanausbruchs verbringen kann.
Mietwagen
Bei o.g. Vermietern bekommt man auch einen Mietwagen zur Verfügung gestellt. Der Mietwagen kostet zwischen 20 und 30 € pro Tag inklusive Nebenkosten und Versicherung, die Benzinkosten auf La Palma belaufen sich um die 80 Cent / Liter (Stand 11/2007). Es gibt allerdings auch eine ganze Reihe anderer Anbieter von Appartements und Mietwagen, man muss ganz einfach im Internet recherchieren.
Flug
Der Flug nach La Palma kostet - abhängig von der Saison – zwischen 200 und 400 € (Hin- und Rückflug). Anbieter sind Condor, LTU, Hapag Lloyd und Air Berlin. Also dann haben wir doch schon alles beisammen.
Restaurants
Es gibt hier in Puerto Naos drei Lebensmittelgeschäfte, zwei deutsche Bäckereien (be-sonders zu empfehlen „Pan y Tarta“, erste Parallelstraße zur Strandpromenade - tolle Waren aus tollen Produkten der Insel, nicht gerade billig - aber Spitze) und einige gute Restaurants, wie das legendäre, original kanarische „Orinoco“.
Auch das italienische 1 a Restaurant „La Scala“ in der Nähe des Felsens „La Roca“ (Straße einige Meter hoch gehen). Hier gibt es nicht nur die beste Pizza der Insel, son-dern auch tolle Fleisch- und Fischgerichte.
Wer es ganz urig haben will fährt raus nach El Remo, rund 3 Kilometer von Puerto Na-os entfernt. Eine etwas verlottert anmutende Siedlung mit vielen „Schwarzbauten“ am Ende der Uferstraße von Puerto Naos aus Richtung Süden gelegen (wir haben dort auch mal eine Woche gewohnt).
Hier gibt es drei so genannte „Kioscos“. Auf den ersten Blick zusammen gezimmerte Strandbuden, wo man leckeren Fisch bekommt und andere kanarische Spezialitäten, wie Papas Arrugadas (Pellkartoffeln in Salzwasser gekocht) und die köstlichen kanarischen Mojos (Soßen). Natürlich gibt es auch den palmerischen Wein dazu, am besten bestellt man dazu einen Hauswein (Vino de Casa). Aber günstig ist das Vergnügen auch nicht mehr, der Euro hat auch auf La Palma seinem Ruf als „Teuro“ Rechnung getragen: Fisch rund 8 €, Kartoffeln 2,50 €, Mojo 2 €, Salat 4 €, Getränke. Da geht man mit zwei Personen selten unter 30 bis 40 € nach Hause. Selbstverpflegung
Es ist von großem Vorteil, wenn man die Möglichkeit hat im Appartement Kochen zu können und hier gibt es so viele gute Produkte, die direkt auf der Insel angebaut werden. Ich denke da nur an die ungemein leckeren Tomaten, die auf la Palma im Dezember so gut schmecken, wie bei uns zu Hause im August aus dem eigenen Garten. Wie gesagt, wir bedienen uns gerne von der Markthalle in Los Llanos, wo man alles frisch bekommt. Dort gibt es auch zwei Fischtheken.
Für die Küche benötigt man nur eine kleine Grundausstattung, die eigentlich in jeder Finca oder Ferienwohnung mehr oder weniger gut vorhanden ist (Pfeffer, natürlich das gute Teneguia-Salz, ein paar Kräuter, Butter, Honig, Olivenöl und Essig). Und ist mal nicht immer alles so wie zu Hause, muss man nicht gleich verzweifeln, Not macht erfin-derisch.
Einkaufsmöglichkeiten für Alu-Folie, Spülmittel, Küchenrolle, Gewürze, Salz, Pfeffer, Essig und Öl usw. gibt es in den vielen großen und kleinen Supermärkten, die wirklich quer über die ganze Insel verstreut und in jedem noch so kleinen Örtchen anzutreffen sind.
Hier noch einige einfache Vorschläge zum Nachkochen, die schnell gehen und übrigens macht das Kochen im Urlaub ja auch Spaß, weil man eben Zeit hat:
Petersfisch mit Tomaten-Zwiebel-Salat Den fangfrischen Fisch haben wir, wie schon erwähnt, in der Markthalle von Llos Lanos erstanden (oder aber morgens früh zum Fischerhafen von Puerto de Tazacorte fahren und direkt vom Fischerboot „runterkaufen“). Dazu eine Gemüsezwiebel, ein Kilo reife Gemüsetomaten sowie eine Zitrone oder Limone, die hier wirklich in jedem Gärtchen wachsen.
Aus den Tomaten haben wir uns zusammen mit den gehobelten Gemüsezwiebeln einen schmackhaften Tomaten-Zwiebel-Salat zubereitet.
Den herrlich frischen Petersfisch haben wir nicht paniert, sondern nur mit dem leckeren Teneguia-Salz und Pfeffer gewürzt und für zwei bis drei Minuten von beiden Seiten angebraten. Und schon hatten wir im Handumdrehen unser Abendessen fertig. Dazu gab es noch ein Vollkorn-Baguette-Brötchen aus unserer Lieblingsbäckerei „Pan y Tar-ta“, denn nichts lieben wir mehr, als die Tomaten-Tunke auszulecken.
Als Alternative zum Petersfisch bietet sich natürlich auch ein Stück Thunfisch an, den man auf La Palma frisch gefangen bekommt. Schweinekoteletten mit Kartoffel-Gurken-Salat Die drei Koteletten haben wir ebenfalls am Vortag in der Markthalle in Llos Lanos gekauft sowie die Kartoffeln und eine Salatgurke.
Die Kartoffeln haben wir schon vormittags während dem Frühstück abgekocht, zwischendurch die Salatgurke geschält, in Scheiben gehobelt und gesalzen. Erwähnenswert wäre hier, dass die Gurke fast kein Wasser gezogen hat, was wohl darauf schließen lässt, dass diese keine schnellen Treibhauszüchtungen sind. Anschließend den Kartoffelsalat zubereitet und die Gurke dazu geben. Den Salat haben wir einige Stunden durchziehen lassen.
Die Koteletten haben wir wiederum mit unserem leckeren Teneguia-Salz und Pfeffer gewürzt. Anschließend das Fleisch in zwei geschlagene Eier getunkt und mit dem bereits mit Knoblauch und Petersilie vorbereiteten palmerischen Paniermehl von beiden Seiten gut paniert.
Das Fleisch haben wir schön kross angebraten, das restliche Ei von der Panade dazugegeben, dies noch einmal stocken lassen und schon war auch für heute unser Abendessen gesichert.
Übrigens hatten wir erst Zweifel, ob es auf La Palma so etwas wie unser gutes deutsches Paniermehl überhaupt gibt. Weit gefehlt, so viele Sorten, die in den kleinen Supermärkten angeboten wurden, gibt es nicht einmal in Deutschland (mit Kräuter de Provence-, Petersilien-, Knoblauch-, Zitronen-Geschmack usw.).
Ein Kilo Kartoffel-Gurken-Salat und drei Koteletten waren natürlich zu viel, aber dies hatten wir eingeplant und somit automatisch schon einen Teil für unser nächstes Abendessen vorbereitet.
Palmerisch-deutsche Tapas-Platte Den restlichen Kartoffel-Gurken-Salat vom Vortag auf einer großen Platte anrichten. Zwei bis drei Eier abkochen, zwei Tomaten vierteln, Oliven (grün oder schwarz) ebenfalls ansehnlich auf der Platte garnieren.
Eine Dose guten Thunfisch (das Angebot an Dosenthunfisch ist hier riesig) in der Mitte (auf dem Kartoffel-Gurken-Salat) verteilen und darüber frische reife rote, grüne oder gelbe Paprikastreifen drapieren. Diese gibt es übrigens auf La Palma auch in kleinen Döschen, schon enthäutet - wirklich zu empfehlen, falls jemand Probleme mit der schwer verdaulichen Paprikahaut hat. Des Weiteren haben wir unser kaltes Kotelett vom Vortrag in mundgerechte Stücke geschnitten und auf der Platte verteilt. Genauso gut lassen sich Reste vom Frühstück (z. B. Käse, Schinken, Salami usw.) vortrefflich einarbeiten.
Letztendlich geht es bei der Platte darum, alle einzelnen Zutaten schön und appetitlich anzurichten. Dazu gab es bei uns wieder unser leckeres Brot vom deutschen Bäcker Pan y Tarta aus Puerto Naos.
Steinpilznudeln mit Avocado-Käse-Creme Vorweg müssen wir erklären, dass wir sehr wählerisch sind, wenn es um Pasta geht. Daher haben wir in unserem Gepäck unsere heiß geliebten Safran-, Pesto- und Stein-pilznudeln auch von zu Hause mitgebracht (Internetversand: www.gourmondo.de).
Die Avocado halbieren, schälen und in kleine Streifen oder Stücke schneiden. Diese gut zerdrücken und in eine Pfanne mit etwas Olivenöl sowie klein gehacktem Knoblauch und sehr fein gewürfelten Zwiebeln geben. Die Avocadopaste leicht köcheln lassen und den vom Frühstück übrigen Scheibenkäse (Gouda, Tilsiter o. ä.) dazugeben. Die Avocado-Käse-Masse bei geringer Hitze schmelzen lassen, frische Petersilie dazu und mit Pfeffer und Salz abschmecken. Zum Schluss mit einem Spritzer Limonensaft abschmecken. Währenddessen sind auch die Nudeln soweit und es kann angerichtet werden.
Pestonudeln mit Paprika-Tomaten-Thunfisch-Sauce Dieses Gericht kochen wir auch oft zu Hause sehr gerne, wenn es mal unter der Woche spät geworden ist.
Zwei rote aromatische Paprika (die sind hier von La Palma eine Klasse für sich!), eine Zwiebel und Knoblauch fein hacken und in etwas Olivenöl andünsten. Anschließend eine Dose geschälte Tomaten dazu geben, alles leicht köcheln lassen. Grüne oder schwarze Oliven nach Belieben hinzugeben. Den guten Thunfisch aus der Dose (in Olivenöl) hinzufügen und zuletzt mit Salz, Pfeffer und Oregano kräftig abschmecken. Dieses Gericht lässt sich anstelle von Thunfisch auch sehr gut mit Hackfleisch und kleinen Schinkenwürfeln zubereiten.
Die mittlerweile abgekochten Nudeln in eine Auflaufform oder in Ermangelung einer solchen in eine Fettpfanne, Topf oder in ein sonstiges hitzebeständiges Gefäß geben, mit Käse bestreuen oder belegen und ab in den Backofen zum Überbacken. Da oftmals in spanischen Fincas oder Ferienwohnungen kein Backofen zu Verfügung steht, schmeckt das Gericht natürlich auch ohne Käsehaube.
Brathähnchen mit Oliven-Füllung und Ofenkartoffeln Das frische Hähnchen haben wir wieder in der Markthalle von Llos Lanos erstanden, aber auch ein gut sortierter Supermarkt bietet diese frische Ware an. Wir bevorzugen jedoch die Ware aus der Markthalle und die freundlichen Verkäuferinnen entfernen uns sogleich auch immer den Kopf und die Füße (hier gibt es noch echte „Mistkratzer“ zu kaufen, die überhaupt nicht mit einem tiefgefrorenen „Aldi-Hähnchen“ für 2,98 € ver-gleichbar sind). Der Preis liegt hier bei rund 7 € für ein 1.200 Gramm Tier.
Die Füllung für dieses Gericht haben wir uns auch wieder vor Ort ausgedacht und einfach mal ausprobiert. Für uns ein voller Erfolg.
Oliven, Zwiebel, Knoblauch und frische Petersilie klein schneiden, miteinander vermi-schen und mit Salz und Pfeffer kräftig würzen. Das Hähnchen waschen, nach eigenem Geschmack würzen und die Oliven-Füllung in das Hähnchen stopfen.
Das Brathähnchen in den Ofen schieben und bei ca. 180 Grad braten. Zwischenzeitlich die Kartoffeln waschen aber nicht schälen, je nach Größe halbieren oder vierteln. Das Hähnchen nach ca. 40 Minuten aus dem Ofen holen und die Kartoffeln auf dem Blech verteilen. Einen Schuss Olivenöl über die Kartoffeln und ab geht das ganze nochmals für ca. 40 Minuten in den Ofen. Dies hängt jedoch von der Größe des Brathähnchens ab.
Ein Jahr zuvor hatten wir noch eine Chorizo-Wurst erstanden und diese in kleinen Stückchen über die Kartoffeln gegeben. Hat uns saugut geschmeckt. Ebenso lecker sind Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch und Paprika zum Mitbacken.
Gebackene Bananen Was gibt es herrlicheres als mit den vollreifen, palmerischen Bananen ein leckeres Nachtisch-Gericht (Frühstück oder Hauptgericht) zuzubereiten (die Bananen, die wir in Deutschland zu kaufen bekommen, werden in unreifen Zustand geerntet und reifen auf dem Transportweg nach - kein Vergleich zu den süßen kanarischen Bananen).
Die kleinen Bananen vierteln und vollreife, süße palmerische Apfelsinen schälen, in kleine Stücke schneiden und mit etwas Butter und palmerischen Honig (beim Kauf unbedingt darauf achten) ca. 10 Minuten köcheln. Wer will kann noch einen Schuss Rum, Weinbrand oder Limonensaft dazugeben. Fertig. Dazu passen hervorragend Pfannkuchen.
Lecker !!!
Dies ist nur eine kleine Auswahl unserer Rezepte und Ideen, die wir auf La Palma entwickelt haben. Sicher gibt es bei der Küchenausstattung der Fincas oder Ferienwohnungen sehr große Unterschiede, aber wir haben wirklich schon mit den einfachsten Mitteln, die uns zur Verfügung standen, oben genannte Rezepte gekocht. Wie bereits gesagt, Not macht erfinderisch. Viel Spaß beim Nachkochen und Viel Spass auf der
LA ISLA BONITA
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