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“Vorne weg”:
Von vielen Mitreisenden wurde ich angesprochen meinen Reisebericht auch ins Internet zu stellen. Nun dann lasse ich meinen Gedanken freien Lauf. Wem es gefällt vielen Dank und wem nicht soll alles schnell vergessen!
“Los gehts”:
Nach vielen Jahren des Urlaubs am Strand oder Hotelpool kamen meine Lebensgefährtin Silvia und ich bei einer Rundfahrt durch Mexiko auf den Geschmack an dieser Form des Reisens. Südafrika interessierte uns schon immer, ein fast 10 Jahre alter Reiseführer im Bücherregal zeugt hiervon.
Also los, in die Reisebüros, Kataloge wälzen, im Internet recherchieren – aber die Preise für eine 3-wöchige Reise sind fast unerschwinglich und wir wollten eine organisierte Rundreise buchen, um die Möglichkeit zu haben, dass beide etwas vom Land sehen. Als Fahrer eines Mietwagens ist das kaum möglich – insbesondere auf den sehr gefährlichen Straßen in Südafrika, mit Linksverkehr.
Durch Zufall fiel uns der Katalog des Tittlinger Reiseunternehmens „Rotel Reisen“ (www.rotel.de) in die Hand.
Dieses Unternehmen führt Busreisen in fast der ganzen Welt durch – allerdings mit der Besonderheit, dass die Reisenden im Anhänger des Busses schlafen.
Dieser Anhänger kommt mit seinen Ausmaßen leicht an die des Zugfahrzeugs heran. In Kabinen, die rund 60cm x 80cm x 200cm (Einzelkabine) groß sind, finden die Betten (Matratze, Kopfkissen, Bettdecke) ihren Platz. Weiterhin befindet sich eine kleine Küche am hinteren Ende des Anhängers.
Sobald der Schlafplatz erreicht ist, werden die Seitenteile heruntergeklappt und in wenigen Minuten steht das Nachtlager.
Ein eigenes Aggregat an Bord, mitgeführte Speisen und Getränke machen das „Rotel“ (Rollende Hotel) weitestgehend autonom und erlauben Reiserouten, die „normale“ Busreisen, auf Grund der Abhängigkeit von Hotels, gar nicht in der Lage sind zu fahren.
Also kurz entschlossen gebucht, und Glück gehabt – die zwei letzten zu vergebenden Plätze – wenn auch „nur“ auf der Rückbank sind unser. Tja, und nun gingen die Vorbereitungen erst richtig los.
Reisevorbereitungen:
Ein Urlaub mit Rotel ist nun mal nicht mit einem Urlaub in einem Hotel auf Mallorca zu vergleichen. Was einpacken, was zu Hause lassen? In dem sehr beschränkten Raum und der Maßgabe nur einen Koffer und eine kleine Tasche mitnehmen zu dürfen gewinnt diese Frage größere Bedeutung als sonst. Der wirklich gut gemachte Reisekatalog von Rotel gibt glücklicherweise sinnvolle Hinweise was unentbehrlich ist.
Für uns haben sich folgende Dinge als sehr praktisch erwiesen:
- Hemden und Jacken in einem Hängekleiderbeutel deponieren. Dieser wird über Nacht in das Vorzelt gehängt, tagsüber kann man den Sack in die Schlafkabine werfen.
- Eine ausreichende Anzahl von Kleiderbügeln.
- Hosengummis, mit diesen kann man auf der kleinen Ablage vor dem Bussitz Flaschen oder andere Dinge fixieren. Auch ein kleiner Korb, der hier angebracht werden kann, ist recht praktisch.
- Ein Pullover im Bus ist immer wichtig, wenn die Klimaanlage auf Hochtouren brummt und man geschwitzt von draußen kommt.
- Eine Thermoauflage (Sitzkissen) für die Sitzgarnituren, die zum Essen vor dem Bus aufgestellt werden. Man kann es nicht glauben, aber wir haben morgens mitten im südafrikanischen Sommer bitterlich gefroren.
- Ohropax ist, soweit man nicht schläft wie ein Murmeltier, für die Nachtruhe unentbehrlich.
- Klammern, Wäscheleine, evtl. Wandhaken mit Saugnäpfen, Einkaufsnetze oder Stoffbeutel, um an allen nur möglichen Stellen in der Kabine Sachen aufzuhängen um diese möglichst schnell im Zugriff zu haben.
- Da wir in malariagefährdetes Gebiet gefahren sind, war ein Moskitonetz obligatorisch. Allerdings hat sich das von Rotel empfohlene kleine Netz, was den Maßen der Kabine angepasst ist, als wenig sinnvoll erwiesen. Zunächst ist der Aufbau mehr als kompliziert und außerdem läuft man Gefahr sich in der kleinen Kabine regelrecht darin zu verheddern. Wir mussten nicht wenige Mitreisende morgens befreien. Einfache Mückennetze, die man in jedem Baumarkt kaufen kann, zurechtgeschnitten und im Eingang der Kabine mit beidseitigem Klebeband befestigt, haben sich sehr bewährt und kosten auch nur einen Bruchteil der Rotel-Moskitonetze (zum Thema Malariaprophylaxe siehe Ausführungen am 14. Tag der Reise).
- Weiterhin war die Frage nach den Handtüchern wichtig, denn wo und wie sollten diese Teile tagsüber trocknen, wenn man unterwegs ist. Hier hatten sich Handtücher aus Goretex bewährt, die normalerweise auf Hochgebirgstouren Verwendung finden, schnell trocknen und hochsaugfähig sind (zu beziehen z.B. bei www.globetrotter.de ).
- Das gleiche gilt für die Kleidung. Natürlich reicht normale Baumwollkleidung aus. Aber man muss bedenken, dass man während der Reise nur selten Gelegenheit hat Wäsche zu waschen hat. Und wenn dies der Fall ist, dann ist die Zeit zum Trocknen meist sehr kurz. Kleidung aus den modernen Stoffen, die zudem noch feuchtigkeitstransportierend beim Tragen ist, zugegeben nicht billig, hat sich sehr bewährt.
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